Kainach Ursprung – Hier pfeift das Murmeltier

Kainach Ursprung

Hier kommt wieder mal eine Cachestory, warum? Weil bei Geocaching nicht alles Platz hat was mich dabei bewegte, aber hier habe ich reichlich Platz und kann mich austoben. Ganz einfach.

Es handelt sich um den Cache – siehe Titel – meines Freundes taube123. Für mich Fund Nr. 181 und 182

Hier also die Story zum Cache:

#182 / 11:00 – 16:45
Tja an der Zeit sieht man dass ich nicht mehr der Jüngste bin und trotz Versprechen, dass diese Wanderung auch für Pensionisten machbar ist, hat es mich doch ziemlich mitgenommen.

Aber erst mal der Reihe nach.

Schon kurz nach Erscheinen dieses Multis sprach mich der Täuberich an und meinte noch ich hätte hier die Chance auf meinen ersten FTF. Doch leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht die Zeit und auch, ich gestehe es, nicht die rechte Lust auf eine fünfstündige Wanderung, bei der noch dazu 600 Höhenmeter zu überwinden sind.

Kurz darauf waren bennichrissi die glorreichen FTF, dicht gefolgt vom Team 100, wie man ja schön anhand der Logs nachvollziehen kann. Na vielleicht gelingt mir ja mein erster TTF?

Heute endlich trieb mich meine Süße aus dem Haus, da sie Malerarbeiten im Zimmer unserer Tochter erledigen wollte und so ging es auf nach Gallmannesgg, nicht ahnend, dass heute ja auch der schon obligatorische Radwandertag angesagt war. Und es kam wie es kommen mußte. Ich zockelte hinter mehreren Gruppen Radwilliger hinterher die noch dazu die gleiche Streckenführung wie ich hatten!

In Gallmannsegg, und zwar beim Bauhof, war für mich erstmal Endstation, denn mein S5 wollte nicht so recht mit dem korrekten Weg zum Parkplatz rausrücken. Also, den Owner angeklingelt und geklärt dass der Weg an der Abwzeigung zur Ruine Hauenstein links vorbei genommen werden muss und dann einfach weiter bis man vor dem – heute allerdings nur halb – geschlossenen Schranken steht.

Das CM parkte sich schön zwischen 2 Baumstämmen neben einem roten Alfa ein – nein augenscheinlich keine Cacher – und los ging die (Tor)Tour.

Die ersten 500 m waren ja noch recht locker zu schaffen, doch bald schon machte sich mein Raubbau an meiner Gesundheit durch mehr als 30jährigem Nikotinkonsum bemerkbar und ich hechelte nach Luft. Auch 10 Jahre Abstinenz vom Nikotin scheinen sich noch nicht wirklich positiv ausgewirkt zu haben.

Untere PussorhütteStage 1 war nach einer knappen halben Stunde erreicht, aber keiner war daheim. Lediglich 3 Flaschen eines mit einem Löwen markierten Gebräus standen geleert auf den Eingangsstufen herum.

Rasch die Punkte A und B abgehakt und weiter gings die Serpentinen rauf. Forstweg schön und gut, aber müssen die so steil sein? Wozu sind diese Wege so schön breit wenn man dann doch nicht rauffahren darf? Ja, ich gebe es beschämt zu. Meine Füße wollen nicht so und ich eigentlich auch nicht.

Aber was solls, es mußte weiter gehen. Schließlich wartet ja der Ursprung.

Kurz danach war auch schon Stage 2 erreicht und die Frage konnte eigentlich ohne Schwierigkeiten bewältigt werden. Als ich mir auf der Karte die Station der Pussorhütte vergegenwärtigte, entfloh mir ein ‘Kruzitürken, no so weit! Ob i des schoff?’

Also die Beine reingestemmt in den Forstweg und weiter, Kurve um Kurve um Kurve, vorbei an Hochsitzen unterschiedlichster Höhe, teils verglast, teils offen, ging es immer höher hinauf nicht ohne die unterwegs verstreut liegenden Stages zu absolvieren und so die nötigen Ergebnisse zusammenzutragen.

Kurz vor der Stage 5 kam dann der schon lange erwartete Zusammenbruch. Ich konnte nicht mehr, mein linker Oberschenkel bekam einen Krampf und in den Waden begann es ordentlich zu ziehen und die Hütte wollte und wollte einfach nicht näher kommen. Dazu kam noch der einsetzende Regen und der Wind der mir den Regen ins Gesicht blies.

Aber diese Aussicht, einfach unbeschreiblich schön, wie das erst beim Ursprung aussehen mag?


Also weiter, Serpentine um Serpentine und plötzlich 3 Hütten im rechten Blickwinkel. Schon da? Das ging jetzt aber schnell, also schön gemütlich weiter, nur nicht hetzen, sonst geht gar nichts mehr. Ein herrlich kühles Getränk und eine kleine Jause sind jetzt genau das Richtige!

DaSpeisekartechte ich zumindest und wurde, richtig geraten, wieder einmal mehr enttäuscht. Unbewirtschaftet – aber wenigstens die hölzerne Speisekarte konnte ich studieren und mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Wenigstens eine Art von Erfrischung. Bis hierher hatte ich 1 1/2 Stunden gebraucht.

Nach einem kurzen Anruf beim Owner welchen Weg ich jetzt zu nehmen hatte – links an der Hütte vorbei oder aber Richtung Brendlalm, Rossbachkogel und Gleinalm? – ging es weiter in Richtung Brendlalm, also den rechten Weg rauf.

Nachdem die Stage 7 erreicht war ging es nach einem neuerlich kurzen Anstieg plötzlich relativ eben weiter. Wieder vorbei an Wildbeobachtungsstationen (ja ich weiß, die heißen Hochsitze, sind aber gerade mal mit ebenerdigem Einstieg, daher meine Bezeichnung) über grasbewachsene Almwege. Der Schotter blieb zurück und der weiche Grasboden tat meinen Füßen wahrlich gut.

Laut meiner Karte waren es noch knappe 1,5 km bis zum Ursprung, also hopp hopp, weiter und nicht jammern. Plötzlich hörte ich es plätschern, konnte aber zuerst die Quelle mit der Fassung nicht ausmachen, sah nur Wasser über den Almboden, zwischen Almrauchsträuchern, Enzian und Preiselbeeren hindurch bergab huschen.

Doch da, etwas Blaues blitzt mir entgegen, und….ja, richtig, die gefaßte Quelle, der Ursprung der Kainach  war endlich gefunden. Bis hierher hatte ich 3 1/2 Stunden gebraucht.

Aber dafür entlohnte die phantastische Aussicht die man hier hat. Wie weit muss man erst bei Schönwetter sehen können, einfach herrlich. Ein paar Minuten sitzen bleiben und genießen….

So, jetzt aber schnell die Koordinaten, sowohl für diesen Multi als auch für den Bonus errechnet und wieder runter von der Alm. Wenn nur das Aufstehen nicht so schwer fallen würde. Die Beine wie Blei, die Waden krampfen, jeder Schritt schmerzt. Ich bin einfach nicht als Gemse geboren.

Aber was soll’s, was rauf ging, muss auch wieder runterkommen. Irgendwie ging es runter viel einfacher als gedacht. Kurz gepeilt wo denn der Bonus liegen sollte, da könnte man doch glatt die Wiesen queren und so den Schotterpfad hinter sich lassen? Oder doch nicht? Egal, probiert und siehe da es funktioniert, zumindest bei den nicht so steilen Stücken, die lassen wir lieber aus und folgen brav dem Forstweg.

An den ermittelten Koordinaten des Bonus die Überraschung: Ich hatte mich verfranzt und zwar…gewaltig

Also Sachlage via What’s App an den Taubenführer, mit den Koordinaten. Hatte ich doch glatt den Hint übersehen. Von wegen Summe = 1062 – ich lag weit darüber. Irgendwo hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Also nochmal alle Stages durchgehen, rekapitulieren und plötzlich blieb eine übrig, hier mußte der Fehler im Detail stecken. Schnell korrigiert und anhand der Karte überprüft, dieses Ergebnis schien nun eher zu passen, da kam auch schon die Bestätigung via App retour.

Nun war es kein Problem mehr den Bonus und den Cache selbst zu heben und mich weiter auf den Weg runter zum CM zu begeben.

Für den Rückweg brauchte ich lediglich 2:20 Stunden. Ja ein Glücksgefühl kann ganz schön antreibend sein.

Für diesen Cache hat sich der Owner wahrlich eine Schleife verdient und ich mir ein kühles Blondes, oder auch zwei.

Ein Kommentar zu “Kainach Ursprung – Hier pfeift das Murmeltier”

  1. In der Schule hättest ein “Sehr gut” von mir bekommen. Berichte schreiben kann der Franz. Und auch seine Kondition wird immer besser. Ich glaube diese Wanderung wirst nicht so schnell vergessen.
    So soll es ja sein.
    Hut ab vor deiner Leistung !

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